„Demenz – nicht nur ein Wort“

„Demenz – nicht nur ein Wort“

(dieser Artikel erschien im "Harz Kurier" im Oktober 2009)

7. Demenztag in der Herzberger Klinik

Herzberg (bei)

Im Rahmen des Weltalzheimertages 2009 fand am vergangenen Samstag in der Klinik Herzberg der 7.Demenztag unter dem Motto „Demenz – nicht nur ein Wort“ statt. Eingeladen hatte die Alzheimer Gesellschaft Region Harz.

Nach einem Empfang stimmte Kevin Witteweg die zahlreichen Besucher/innen musikalisch auf die Veranstaltung ein. Im Namen der Kliniken Herzberg und Osterode GmbH begrüßte Geschäftsführer Hans Werner Kuska die Teilnehmer/innen an der Veranstaltung. Gerne sei er der Bitte von Dr. med. Daneschdar, dem Vorstandsvorsitzenden der Alzheimer Gesellschaft Region Harz, gefolgt, den diesjährigen Weltalzheimertag in der Klinik zu veranstalten.

Bei der Behandlung der Demenzerkrankung gehe es bedauerlicherweise sehr oft nur um die Behandlung an sich und nicht um den Betroffenen selbst. „Dies zu ändern ist vielen ein Anliegen, Ihnen jedoch eine Herzensangelegenheit,“ so Kuska. Er freue sich, dass anlässlich der Veranstaltung in der Klinik die Gelegenheit bestehen würde, Fragen zu thematisieren statt zu tabuisieren. Die Auseinandersetzung mit dem Thema Demenz werde im Rahmen des seit langer Zeit in der Klinik stattfindendem „Treffpunkt Demenz“ begleitet. Hiermit gebe es eine von Frau Kindereidt und Frau Oehler fachkundig begleitete Anlaufstelle, sagte Hans Werner Kuska. In vielen Jahren hätten er, sein Praxisteam und die Mitarbeiter eines von ihm versorgten Seniorenheims bei einigen Patient/innen einen langsamen, stetig zunehmenden und kaum beeinflussbaren Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit beobachtet, so Dr. med. Daneschdar in seinem einleitenden Referat. Besonders beeinflusst waren das Erleben, das Gedächtnis, die Gefühle und die Orientierung. Manchmal aggressiv, mal völlig apathisch konnten diese Menschen Angehörige und Freunde nicht wiedererkennen. Schlimmer noch als der Zustand der Patient/innen war die Hilflosigkeit der Angehörigen. Damals sprach man, so Dr. med. Daneschdar, unter anderem noch von Durchblutungsstörungen, Altersschwachsinn, Verkalkung und ähnlichem.

Diese Situation habe ihn mit Gleichgesinnten veranlasst, im Oktober 2003 die Alzheimer Gesellschaft Region Harz e.V. (in der Deutschen Alzheimer Gesellschaft) mit Sitz in Wieda zu gründen. Das Ziel des Vereins damals wie heute sei es, Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu helfen. So werden seitdem unter anderem angeboten: Telefonische Beratung, Tagesbetreuung für Menschen mit Demenz in der „Sternstunde“, ein „Demenzcafé“ zum Gedankenaustausch und zum Abschalten für pflegende Angehörige und Sprechstunden in den Kliniken Herzberg und Osterode GmbH, dem „Treffpunkt Demenz“.

Unbezahlbar seien auch die Hausbesuche durch die Mitarbeiterinnen Jutta Kindereit und Manuela Oehler. Ihnen und den anderen ehrenamtlichen Helfer/innen sowie den Spendern, ohne die die Arbeit nicht möglich wäre, dankte Dr. med. Daneschdar für ihr Engagement und ihre Unterstützung.

Mit seinem Referat „Demenz – die Diagnose“ eröffnete Professor Dr. Pasquale Calabrese, Leiter der Memory Clinic Universität Bochum,  die Reihe der Vorträge ein. Nach einer angeregten Diskussion referierte Dr. med. Manfred Koller, Ärztlicher Direktor  des Asklepios-Fachklinikums in Göttingen, zu dem Thema „Praktisches Vorgehen bei der Demenzbehandlung“. Nach dem Mittagessen und einem Workshop zum Thema Demenz stellten sich die Referenten den Fragen der Anwesenden.

 

Begleiteten und gestalteten den 7.Demenztag: Kevin Witteweg, Hans Werner Kuska, Manuela Oehler, Jutta Kindereit, Manfred Eilts (Vorsitzender Kreisärzteschaft), Dr. med. Daneschdar und Professor Dr. Pasquale Calabrese (v.l.). Foto: Beier

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