Ausstellung: „Blaue Tage und graue Tage“ – Leben mit Demenz.

Ausstellung: „Blaue Tage und graue Tage“ – Leben mit Demenz.

Fotoausstellung: „Blaue Tage und graue Tage“ – Leben mit Demenz.

Im Foyer des Krankenhauses Herzberg vom 01. - 30. April 2009.

Die ausgestellten Portraits zeigen eindrucksvoll Menschen mit Demenz und ihren Ehepartnern in der häuslichen und gewohnten Umgebung.

Die Hamburger Fotografin Claudia Thoelen, die schon viele Jahre Demenzkranke fotografiert, hat sich intensiv mit dem Thema Demenz auseinander gesetzt. Sie hat sich tagelang bei den Paaren zu Hause aufgehalten, lange mit ihnen gesprochen und sich viel Zeit genommen, um den Betrachtern ihrer Fotos einen Eindruck der Auswirkungen dieser Krankheit zu vermitteln. „Der Demenz-Kranke scheint sich aus unserem vertrauten Denken zu entfernen, das Gemeinsame von Ort und Name geht ihm verloren", so Claudia Thoelen.

„Dank des Fotoapparats erstarren Augenblicke des Lebens zur Ewigkeit, aber, wie durch einen Zauber, werden abgebildete Gesichter und Körper in Stimmungen und Gefühle verwandelt, die Teile einer verschüttet geglaubten Welt enthüllen.“

Die Ausstellung wird in Kooperation zwischen der Alzheimer Gesellschaft Harz und der Alzheimer Gesellschaft Niedersachsen sowie den Kliniken Herzberg und Osterode ermöglicht.

Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenlos.

Claudia Thoelen:

Immer wieder wurde ich anlässlich meiner Ausstellung „Alzheimer. Eine andere Welt?“ von pflegenden Angehörigen daran erinnert, dass die meisten Betroffenen zu Hause gepflegt werden, sie wünschten sich eine Ausstellung, die ihre spezielle Situation beschreibt.

Nach langer Suche, habe ich vier Paare kennen gelernt, die bereit waren, sich auf das Experiment eines langfristigen Portraits einzulassen.
Sie haben mir Einblick in ihre persönliche Sphäre erlaubt, und waren damit einverstanden, in einer Ausstellung und einem Buch, veröffentlicht zu werden. Einige von Ihnen hatten sich zu Beginn der Krankheit „allein gelassen“ gefühlt, und eher durch Zufall Informationen über die Krankheit, Unterstützungsangebote und der Selbsthilfegruppe bekommen. Sie alle haben den Schritt zur Veröffentlichung gewagt, weil sie sich, auch wenn es ihnen selbst nicht mehr helfen wird, so doch für andere Betroffene mehr Öffentlichkeit, Information, Verständnis und Unterstützung erhoffen.

Ich danke den vier Paaren für ihre Geduld, ihren Mut und die Unterstützung, die sie mir während des ganzen Projektes gegeben haben, und hoffe, dass wir zusammen einen kleinen Beitrag dazu leisten können, der Arbeit von pflegenden Angehörigen zu mehr Anerkennung zu verhelfen.

Zur Ausstellung ist der Bildband „Blaue Tage und graue Tage“ von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft herausgegeben worden. Alzheimer Ausstellung .

 

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